Neues aus dem IfM

Cologne Futures 16

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Die große Digitalisierung von allem und jedem verspricht vor allem mehr Berechenbarkeit, und damit ein längeres Leben bei besserer Gesundheit, reibungsloseren Transport und vielleicht sogar die Unsterblichkeit von Geist und Seele. Auf der anderen Seite beobachten Gesellschaftswissenschaftler ein erstaunliches Maß an Verunsicherung der Bürger angesichts realpolitischer Krisen mit „Flüchtlingsströmen“, neo-populistischen Bewegungen und Polit-Stars wie Donald Trump oder Marine und Marion Le Pen. Wie hängt das zusammen? Wie lässt sich die neue techno-soziale Dialektik vernünftig analysieren? Und welche Rolle spielen die traditionellen und „sozialen“ Medien dabei?
Bei den Cologne Futures, die in diesem Jahr zum fünften Mal stattfinden, gibt es dazu eine Keynote von Julia Hobsbawm (London), Referate von Harald Welzer, Wolfgang Gründinger, Paul-Olivier Dehaye (Zürich) und ein Gespräch mit der Regisseurin Angela Richter. Wir freuen uns auf Sie.

Beginn: 10 Uhr | Ganztägig | Aula der KHM Köln | Filzengraben 2 / 2a.

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Das 25. Jahrbuch Fernsehen

Das neue JAHRBUCH FERNSEHEN 2016 ist erschienen – mit Essays von Fabienne Hurst, Kai-Hinrich Renner, Nadia Shehadeh, Jasmin Siri, Sabine Sasse und einem Interview mit Brainpool-Geschäftsführer Jörg Grabosch.

In der 25. Ausgabe des „Jahrbuchs Fernsehen“ analysiert Fabienne Hurst die Sogwirkung, die der französische Nachrichtensender BFMTV offenbar auch auf französische Politiker hat. „Der Sender gibt den politischen Ton an und ist dabei hemmungsloser als die Konkurrenz. Einmal fuhr die damalige Justizministerin Christiane Taubira mit dem Fahrrad nach Hause – und wurde 30 Minuten lang von einem BFM-Motorradteam verfolgt, als ginge es um das Begleiten einer Tour-de-France-Etappe“, so schreibt „Jahrbuch“-Autorin Hurst. In Krisenzeiten, etwa bei Terroranschlägen, erreicht BMFTV in der Spitze bis zu 15 Prozent Marktanteil in Frankreich, mit hohem technischen Aufwand und perfekter Online-Verbreitung. Welchen Einfluss diese Entwicklung auf die Branche hat und was das für Frankreich bedeutet, analysiert Hurst, die als Autorin für das ARD-Politmagazin „Panorama“ arbeitet und unter anderem für „Die Zeit“ schreibt, in ihrem Essay präzise und differenziert – ein Text, der auch für den deutschen Fernsehmarkt Bedeutung hat, weil es hier einen „reinen“ Nachrichtenkanal à la BMFM-TV bislang nicht gibt.

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Rückblick: Interview-Workshop mit Tim Sebastian

 Am 7. Juli war der britische Moderator Tim Sebastian auf Einladung des Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik zu Gast im Studio A der Kunsthochschule für Medien Köln. Hier dokumentieren wir den Interview-Workshop in ausgewählten Zitaten.
Am 7. Juli war der britische Moderator Tim Sebastian auf Einladung des Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik zu Gast im Studio A der Kunsthochschule für Medien Köln. Hier dokumentieren wir den Interview-Workshop in ausgewählten Zitaten.

„You never ask what. When you go in and you’re prepared for it, you are supposed to know what. You’re supposed to know what they’ve done, what they think about this. […] You don’t ask them what, you ask them why.“

#Interview #Fragen

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Alarmismus, Mainstream, Realitätsverlust? Eine Lagebeurteilung des Journalismus in Deutschland.

IfM-Colloquium mit Andrea Diener (FAZ), Anna Sauerbrey (Der Tagesspiegel) und Jakob Augstein (Der Freitag); Moderation: Dr. Lutz Hachmeister (IfM)

Die Leistungen des publizistischen Systems in Deutschland sind nach den „Kölner Ereignissen“ zum Thema von öffentlich-rechtlichen Talkshows geworden – das scheint in doppelter Hinsicht beunruhigend. Es stehen zum Teil widersprüchliche Vorwürfe im Raum: der Journalistik wird – auch bedingt durch den Einfluss „sozialer Netzwerke“ – Alarmismus unterstellt, dann auch Realitätsverlust und Selbstbezogenheit, schließlich eine Art bürgerlich-zentristisches Mainstreaming

PADEMIA Workshop: EU Communication Transformed? Politics and Media in Crisis Mode

The question how in an age of „communicative abundance“ (John Keane) and an increasingly fragmented media environment, the media, old and new exercise their function in relation to other actors – including parliaments – is subject to intense debate. At the same time, a multitude of crises has engulfed the EU over the past years, whose magnitude, and speed render European politics essentially permanent crisis politics…