Neues aus dem IfM

Artificially Correct

Wie kommt es zu Vorurteilen in der Übersetzung und was können wir dagegen tun?

Das IfM gehört, gemeinsam mit dem Goethe Institut, dem ZKM – Zentrum für Kunst und Medien dem University College Dublin und anderen, zu den Organisatoren des internationalen Hackathons “Artificially Correct”. Das dreitägige kollaborative Entwicklungsevent (1.-3.10.21) beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit KI-basierten Übersetzungswerkzeugen und deren eingebauten Vorurteilen (z. B. in Bezug auf sexistische und rassistische Vorurteile). Ziel ist es, das gesellschaftliche Bewusstsein zu Algorithmen, Sprache und Vorurteilen zu fördern, Perspektiven von Übersetzern, Wissenschaftlern, Verlegern, Aktivisten und anderen zusammenzuführen und konkrete Ansätze gegen Verzerrungen und daraus folgende Diskriminierungen zu entwickeln.

1.-3. Oktober 2021 | Online

Mehr Informationen: https://www.goethe.de/prj/one/en/aco/ver/hac.html

CF21: The New Political Economy of Information, 24.9.2021

Information has always equaled power. And while the dictum of information as the “new oil”, too, is neither particularly new nor undisputed, the importance of data – and algorithms – as a driver of innovation and value creation, contested strategic resource and force of societal disruption continues to grow.  CF21 aims to dissect the complex realities of today’s information geopolitics and their implications for Europe from an economic, security, and – above all – democracy standpoint: How should Europe respond to the global nature of these challenges? What media policy and regulation are required to sustain principles such as freedom of information, opinion and expression or privacy? Finally, how can we foster democratic, inclusive European Public Spaces in the new political economy of information?
 
These questions are the focus of this year’s Cologne Futures to which we would like to cordially invite you today.
 
On the special occasion of its 10th edition, the Cologne Futures will take place in Strasbourg, France, in cooperation with ARTE, the European Cultural Foundation, the Biennale Européenne de la Créativité, and WDR. Entitled “The New Political Economy of Information”, the conference will investigate the role of information and media power in 21st-century geopolitics. Viktor Mayer-Schönberger, Ingrid Brodnig, Amanda Lotz, Wolfgang Blau and many others have confirmed their participation (agenda below).
 
The conference is held in a hybrid format, live from HEAR Strasbourg. We are very much looking forward to meeting you at CF21!

Join the discussion by

–      registering here for online participation via ZOOM

–      or, if you would like to attend in person at HEAR Strasbourg, by sending an email to info@institut-medienpolitik.de.

For further questions please contact us at info@institut-medienpolitik.de


Conference venue:

HEAR Haute école des arts du Rhin 
Rue de l’Académie
67000 Strasbourg

CF21: Die neue politische Ökonomie der Information, 24.9.2021

Die neue politische Ökonomie der Information

Information war schon immer gleichbedeutend mit Macht. Und während die Rede von  der Information als das „neue Öl“ weder besonders neu noch unumstritten ist, nimmt die Bedeutung von Daten – und Algorithmen – als Treiber von Innovationen und Wertschöpfung, als umkämpfte strategische Ressource und als Kraft der gesellschaftlichen Zerrüttung weiter zu.  CF21 zielt darauf ab, die komplexen Realitäten der heutigen Informationsgeopolitik und ihre Auswirkungen auf Europa aus wirtschaftlicher, sicherheitspolitischer und – vor allem – demokratischer Sicht zu analysieren: Wie sollte Europa auf die globale Natur dieser Herausforderungen reagieren? Welche Medienpolitik und -regulierung ist erforderlich, um Grundsätze wie Informationsfreiheit, Meinungsfreiheit, freie Meinungsäußerung und Schutz der Privatsphäre zu wahren? Und schließlich: Wie können wir demokratische, integrative europäische öffentliche Räume in der neuen politischen Ökonomie der Information fördern?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Cologne Futures, zu denen wir Sie heute herzlich einladen möchten.

Die Cologne Futures finden anlässlich ihrer 10. Ausgabe in Zusammenarbeit mit ARTE, der Europäischen Kulturstiftung, der Biennale Européenne de la Créativité und dem WDR in Straßburg, Frankreich, statt. Unter dem Titel „Die neue politische Ökonomie der Information“ wird die Konferenz die Rolle von Information und Medienmacht in der Geopolitik des 21. Jahrhunderts untersuchen. Viktor Mayer-Schönberger, Ingrid Brodnig, Amanda Lotz, Wolfgang Blau und viele andere haben ihre Teilnahme zugesagt (Tagesordnung unten).

Die Konferenz findet in einem Hybridformat statt und wird live von HEAR Strasbourg übertragen. Wir freuen uns sehr darauf, Sie bei den CF21 zu treffen!

Beteiligen Sie sich an der Diskussion, indem Sie

– sich hier für die Online-Teilnahme via ZOOM registrieren;

– oder durch eine Email an info@institut-medienpolitik.de, wenn Sie vor Ort bei HEAR Strasbourg teilnehmen möchten.

Für weitere Fragen kontaktieren Sie uns bitte über info@institut-medienpolitik.de.

Erscheint am 10.10.: „Wer beherrscht die Medien? Die 50 größten Medien- und Wissenskonzerne der Welt“ von Lutz Hachmeister, Till Wäscher und Christian Wagener

Der Umsatz der 50 größten Medienkonzerne der Welt hat sich in den vergangenen fünf Jahren erneut verdoppelt. Ihre Macht ist so groß wie nie zuvor: Medienunternehmen beeinflussen politische Berichterstattung und produzieren in Zeiten der „Streaming Wars“ eine nie dagewesene Fülle von Content; sie entscheiden über die Platzierung von Suchergebnissen, sammeln persönliche Daten und vermarkten Benutzerprofile; sie entführen Milliarden von Menschen in immer komplexere virtuelle Spielwelten, bewerten die Kreditwürdigkeit von Staaten und kontrollieren akademische Fachzeitschriften. Ihre Lenker und Manager zählen zu den bestverdienenden Angestellten – Milliardäre und Millionäre mit exzellenten Kontakten zum politischen Establishment.

Milliardenschwere Fusionen und Übernahmen halten die Medienkonzernwelt in Atem. Daten- und Wissenskonzerne aus dem Silicon Valley, die sich lange Jahre erfolgreich gegen staatliche Regulierung gewehrt haben, moderieren und zensieren aufgrund von wachsendem politischen Druck mittlerweile den gesellschaftlichen Diskurs. Und im Zuge der Globalisierung stoßen neue Player – insbesondere chinesische Medienunternehmen – in die Phalanx der zuvor von nordamerikanischen und europäischen Konzernen kontrollierten Medienwelt.

In der von Grund auf aktualisierten neuen Ausgabe von „Wer beherrscht die Medien?“ porträtieren Lutz Hachmeister, Christian Wagener und Till Wäscher die 50 größten Medienkonzerne der Welt und beschreiben dabei Konzernlenker, Geschäftsstrategien und historische Grundlagen.

Jetzt bestellen auf https://www.halem-verlag.de/wer-beherrscht-die-medien/.

Internationale Medienkonferenz M100 diskutiert Politik für eine post-pandemische Welt

• Benjamin H. Bratton und Andreas Reckwitz eröffnen das in Zusammenarbeit mit dem IfM stattfindende M100 Sanssouci Colloquium am 6. Oktober
• Strategien aus der Dauerkrise Thema der internationalen Medienkonferenz
• M100 Media Award im Schlosstheater des Neuen Palais, Potsdam

Potsdam, 11. August 2021. Kein anderes Ereignis hat Politik, Gesellschaft und Medien weltweit so stark verändert und auf den Prüfstand gestellt wie Covid-19. Welche Lehren wir aus der Pandemie ziehen müssen, um unsere Demokratien widerstandsfähiger zu machen, ist das Thema des diesjährigen M100 Sanssouci Colloquiums. Unter dem Titel „From Crisis in Perpetuity to Democratic Resilience“ („Von der Dauerkrise zu demokratischer Resilienz“) findet die internationale Medienkonferenz am 6. Oktober im Schlosstheater des Neuen Palais in Potsdam in einem hybriden Format statt.

Den digitalen Teil der Konferenz mit drei parallel stattfindenden Strategischen Roundtable eröffnet der renommierte amerikanische Soziologe und Publizist Benjamin H. Bratton. In seinem aktuellen Buch „The Revenge of the Real: Politics for a Post-pandemic World“ („Die Rache des Realen: Politik für eine post-pandemische Welt“) analysiert er Ursachen und Folgen politischer, systemischer und menschlicher Fehlentscheidungen, fordert ein radikales Überdenken der post-pandemischen Politik und plädiert für eine positive Biopolitik. Bratton ist Professor für Visuelle Kunst an der University of California, San Diego, Programmdirektor des „Terraforming“-Programms am Moskauer Strelka-Institut für Medien, Architektur und Design, Professor für Digitales Design an der European Graduate School sowie Gastprofessor am SCI_Arc (The Southern California Institute of Architecture) und der NYU Shanghai. Seine Arbeit umfasst Philosophie, Architektur, Informatik und Geopolitik.

Der zweite, im Schlosstheater Potsdam mit Publikum stattfindende Part wird von Prof. Dr. Andreas Reckwitz eingeleitet. In seinem Vortrag beschäftigt er sich mit der Frage, wie eine Politik aussehen muss, die versucht, die Resilienz der Gesellschaft zu stärken. Reckwitz ist Professor für Allgemeine Soziologie und Kultursoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sein Buch „Die Gesellschaft der Singularitäten“ wurde 2017 mit dem Bayerischen Buchpreis ausgezeichnet und stand 2018 auf der Shortlist des Sachbuchpreises der Leipziger Buchmesse. 2019 erhielt er den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Mike Schubert, Oberbürgermeister der Stadt Potsdam und Vorsitzender des M100-Beirats: „Mit dem Thema post-pandemische Welt wird beim M100 Sanssouci Colloquium wieder ein aktueller Anknüpfungspunkt an die reale Situation unseres Lebens gespiegelt und diskutiert. Unser Handeln war, ist und wird beeinflusst von einer Pandemie, wie es sie in unserer modernen Welt noch nicht gegeben hat. Was wir daraus lernen und wie wir die Zukunft unter den andauernden pandemischen Bedingungen gemeinsam gestalten können, darüber werden wir miteinander ins Gespräch kommen. Das hybride Format mit digitalen Diskussionen auf der einen und Präsenzveranstaltungen mit zugeschalteten Gästen auf der anderen Seite sowie einem Livestream des M100 Sanssouci Colloquiums könnte ein neuer Standard werden und ist eine Folge der Pandemie.“

Rund 100 Medien- und MeinungsmacherInnen aus Europa und den USA diskutieren über die Krisenfestigkeit unserer Demokratie, über Leadership (post-)Corona, das Verhältnis von Politik, Wissenschaft und Medien, Gründe für ein Anwachsen antidemokratischer, autokratischer Herrschaftsformen sowie über Verantwortung und aktuelle Herausforderungen der Medien in dieser Gemengelage.

Die Ergebnisse von drei parallel stattfindenden, digitalen Strategischen Roundtable werden am Nachmittag des 6. Oktober auf der Bühne des barocken Schlosstheaters im Neuen Palais Potsdam vorgestellt und mit vor Ort anwesendem und digital zugeschaltetem Publikum diskutiert. Zudem ist ein Special Talk mit zwei Gästen zum Thema „Die totalitäre Versuchung“ geplant.
Am Abend findet ebenfalls im Schlosstheater die Verleihung des 17. M100 Media Awards an eine Persönlichkeit statt, die sich für Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit einsetzt. Der diesjährige Preisträger wird zeitnah bekannt gegeben.

Die Programmpunkte im Schlosstheater werden live gestreamt auf www.m100potsdam.org.
Eine aktuelle Übersicht über die Teilnehmerinnen und Teilnehmer finden Sie hier.

M100 ist eine Initiative von Potsdam Media International e.V., die in konzeptioneller Zusammenarbeit mit dem Institut für Medien-und Kommunikationspolitik (IfM) stattfindet. IfM-Direktor Leonard Novy kuratiert die Veranstaltung.