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ÖRR-Reform

© picture alliance | Peter Kneffel/​dpa

In einer sich wandelnden Umgebung ist es für den ÖRR von besonderer Bedeutung, Anpassungsfähigkeit zu beweisen. Doch die Debatte ist keineswegs neu. Bereits seit seiner Gründung setzt sich das IfM für weitreichende Reformen in Richtung von Transparenz und Zukunftsfähigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ein und hat hierfür schon zahlreiche Vorschläge eingebracht sowie Einordnungen vorgenommen.

Institutsdirektor Novy: “Der theoretische Daseinszweck öffentlich-rechtlicher Medien ist kein Freifahrtschein und das Vorhandensein ihrer Apparate kein Selbstzweck.“

In Reaktion auf die ARD-Krise im Spätsommer 2022 skizzierte Institutsdirektor Dr. Leonard Novy in einem Gastbeitrag für übermedien eine Agenda für die längst überfällige Weiterentwicklung der Aufsicht über ARD und ZDF. Ebenso plädiert er für Reformen, die zukunftsfähige, von wirtschaftlichen und politischen Interessen wirklich freie öffentlich-rechtliche Informationsräume schaffen.

ÖRR-Reform bereits lange Teil medienpolitischer Debatten

Die Forderungen nach umfassenden Reformierungen des ÖRR sind jedoch schon lange Diskussionsgegenstand in Bezug auf medienpolitische Fragestellungen. Einen Überblick über den Verlauf der deutschen Debatte – und nicht zuletzt auch einen Vergleich mit den internationalen Entwicklungen – liefert das von Leonard Novy mit herausgegebene Werk “Transparency and Funding of Public Service Media – Die deutsche Debatte im internationalen Kontext“ (2017).

Darüber hinaus befasste sich etwa auch das vom IfM initiierte medienpolitische Colloquium “Wie weiter nach Sachsen-Anhalt?“ (2021), neben praktischen und strategischen Implikationen der Blockade der Beitragserhöhung im sachsen-anhaltinischen Landtag, mit der Frage nach Reformierungen der Öffentlich-Rechtlichen im Bereich der Finanzstrukturen und des Angebotsformates.

WDR-Intendant und Interimsvorsitzender der ARD, Tom Buhrow, äußert sich zur Reformation des ÖRR

In einer Rede vor dem Übersee-Club Hamburg spricht Tom Buhrow von seinen persönlichen Vorstellungen einer großen Reform der Öffentlich Rechtlichen. Die Rede lässt sich in gekürzter Form in der FAZ lesen: „Wir müssen die große Reform wagen, jetzt“ (2022).

Weitere Artikel zu diesem Thema:

„Inhalte statt runde Tische“, von Carsten Brosda (2022).

„Was sich bei ARD und ZDF sofort ändern muss“, von Peter Luley und Christian Bartels (2022).

„Ist das sein Abschied?“, von Gerhart Baum (2022).

„Wie ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk noch zu retten? Mediale Daseinsvorsorge“, von Leonard Novy und Markus Heidmeier (2022).

„Wir zahlen doch nicht für unsere Unterforderung“, von Gerhart Baum (2022).

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