Neues aus dem IfM

Neuauflage von „Wer beherrscht die Medien“

Der Umsatz der 50 größten Medienkonzerne der Welt hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Ihre Macht ist so groß wie nie zuvor: Medienunternehmen beeinflussen politische Berichterstattung und produzieren eine nie dagewesene Fülle von Unterhaltungsformaten; sie bestimmen, was im Radio gespielt wird, und entscheiden über die Platzierung von Suchergebnissen, sie sammeln persönliche Daten und vermarkten Benutzerprofile; und sie kontrollieren Lehrpläne und akademische Fachzeitschriften. Ihre Lenker und Manager zählen zu den bestverdienenden Angestellten – Milliardäre und Millionäre mit exzellenten Kontakten zum politischen Establishment. Lutz Hachmeister und Till Wäscher porträtieren die 50 größten Medienkonzerne der Welt und beschreiben dabei Konzernlenker, Geschäftsstrategien und historische Grundlagen.

Die Medienkonzernlandschaft hat sich in den vergangenen Jahren rasant gewandelt: Der Zeitungsmarkt befindet sich im Niedergang und das über Jahrzehnte bewährte Kabel-TV-Geschäftsmodell zeigt deutliche Krisensymptome. Im Zuge von Übernahmen und Fusionen sind Quasi-Monopolisten entstanden, die Verbreitungswege und Inhalteproduktion bündeln. Daten- und Wissenskonzerne wie Google, Facebook, Netflix und Amazon haben damit begonnen, selber in Medieninhalte zu investieren und sind zu neuen Ökosystemen für die Mediennutzung geworden. Und im Zuge der Globalisierung sind neue Player – insbesondere aus den BRIC-Staaten – in die Phalanx der zuvor von nordamerikanischen und europäischen Konzernen dominierten Medienwelt gestoßen.

„Wer beherrscht die Medien – Die 50 größten Medien- und Wissenskonzerne der Welt“ kann direkt beim Halem-Verlag oder bei Amazon bestellt werden.

Der Bundespräsident als politische und journalistische Figur

jubilaeum

15. November 2016, Aula der KHM Köln, 17.00 Uhr

Diskussion mit Jürgen Trittin, Ulrike Winkelmann und Karl-Rudolf Korte

Die Veranstaltung im Rückblick: Im Sinne eines Ersatzkaisers: Colloquium über die Rolle des Bundespräsidenten als „journalistische Figur“ (zum Artikel in der Zeitschrift Medienkorrespondenz)

 

Moderation: Lutz Hachmeister

Das Institut für Medien- und Kommunikationspolitik (IfM) kann seinen 10. Geburtstag feiern – und wir wollen das nicht mit den üblicherweise ermüdenden Festreden tun, sondern mit einer möglichst lebendigen Debatte.

Jürgen Trittin, Ulrike Winkelmann und Karl-Rudolf Korte werden aus Anlass des Institutsjubiläums über den Bundespräsidenten als politische und journalistische Figur diskutieren – und das nicht nur unter aktuellen Aspekten. In die bisherige Beobachtungsphase des IfM fielen die spektakulären Rücktritte von Horst Köhler und Christian Wulff. Der Bundespräsident als Player im Zwischenfeld von Medien und Politik war schon vorher entdeckt worden, als die Chefredaktion der seinerzeitigen „Woche“ Roman Herzog publizistisch nach Kräften förderte. Und Horst Köhler wurde sogar als „Super-Horst“ gehandelt, der jenseits von Parlament und Regierung der Nation Halt und Richtung geben sollte – so jedenfalls wurde es geschrieben und gesendet.

Dieses ist also ein gutes Fallbeispiel für „Medienpolitik“ im erweiterten Sinne. Wir freuen uns auf unsere Diskussionspartner und Sie als verehrte Gäste am 15. November um 17 Uhr in der Aula der Kunsthochschule für Medien, Filzengraben 2, Köln (mit anschließendem Umtrunk).

 

 

Cologne Futures 16

cologne-futures

Die große Digitalisierung von allem und jedem verspricht vor allem mehr Berechenbarkeit, und damit ein längeres Leben bei besserer Gesundheit, reibungsloseren Transport und vielleicht sogar die Unsterblichkeit von Geist und Seele. Auf der anderen Seite beobachten Gesellschaftswissenschaftler ein erstaunliches Maß an Verunsicherung der Bürger angesichts realpolitischer Krisen mit „Flüchtlingsströmen“, neo-populistischen Bewegungen und Polit-Stars wie Donald Trump oder Marine und Marion Le Pen. Wie hängt das zusammen? Wie lässt sich die neue techno-soziale Dialektik vernünftig analysieren? Und welche Rolle spielen die traditionellen und „sozialen“ Medien dabei?
Bei den Cologne Futures, die in diesem Jahr zum fünften Mal stattfinden, gibt es dazu eine Keynote von Julia Hobsbawm (London), Referate von Harald Welzer, Wolfgang Gründinger, Paul-Olivier Dehaye (Zürich) und ein Gespräch mit der Regisseurin Angela Richter. Wir freuen uns auf Sie.

Beginn: 10 Uhr | Ganztägig | Aula der KHM Köln | Filzengraben 2 / 2a.

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Das 25. Jahrbuch Fernsehen

Das neue JAHRBUCH FERNSEHEN 2016 ist erschienen – mit Essays von Fabienne Hurst, Kai-Hinrich Renner, Nadia Shehadeh, Jasmin Siri, Sabine Sasse und einem Interview mit Brainpool-Geschäftsführer Jörg Grabosch.

In der 25. Ausgabe des „Jahrbuchs Fernsehen“ analysiert Fabienne Hurst die Sogwirkung, die der französische Nachrichtensender BFMTV offenbar auch auf französische Politiker hat. „Der Sender gibt den politischen Ton an und ist dabei hemmungsloser als die Konkurrenz. Einmal fuhr die damalige Justizministerin Christiane Taubira mit dem Fahrrad nach Hause – und wurde 30 Minuten lang von einem BFM-Motorradteam verfolgt, als ginge es um das Begleiten einer Tour-de-France-Etappe“, so schreibt „Jahrbuch“-Autorin Hurst. In Krisenzeiten, etwa bei Terroranschlägen, erreicht BMFTV in der Spitze bis zu 15 Prozent Marktanteil in Frankreich, mit hohem technischen Aufwand und perfekter Online-Verbreitung. Welchen Einfluss diese Entwicklung auf die Branche hat und was das für Frankreich bedeutet, analysiert Hurst, die als Autorin für das ARD-Politmagazin „Panorama“ arbeitet und unter anderem für „Die Zeit“ schreibt, in ihrem Essay präzise und differenziert – ein Text, der auch für den deutschen Fernsehmarkt Bedeutung hat, weil es hier einen „reinen“ Nachrichtenkanal à la BMFM-TV bislang nicht gibt.

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Rückblick: Interview-Workshop mit Tim Sebastian

 Am 7. Juli war der britische Moderator Tim Sebastian auf Einladung des Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik zu Gast im Studio A der Kunsthochschule für Medien Köln. Hier dokumentieren wir den Interview-Workshop in ausgewählten Zitaten.
Am 7. Juli war der britische Moderator Tim Sebastian auf Einladung des Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik zu Gast im Studio A der Kunsthochschule für Medien Köln. Hier dokumentieren wir den Interview-Workshop in ausgewählten Zitaten.

„You never ask what. When you go in and you’re prepared for it, you are supposed to know what. You’re supposed to know what they’ve done, what they think about this. […] You don’t ask them what, you ask them why.“

#Interview #Fragen

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